Dammverletzungen

Oberflächliche Scheiden- und Dammrisse
entstehen bei jeder normal verlaufenden vaginalen Entbindung am Gebärmutterhals, an der Scheide und am Damm. Diese sind natürlich (physiologisch). Zu kleineren Verletzungen am Geburtskanal kommt es bei etwa der Hälfte der Erstgebärenden. Im Normalfall erfordern diese Risse keine chirurgische Versorgung. Sie verheilen in der Regel komplikationslos.

Verletzungen der kleinen Schamlippen
wie beispielsweise (tiefere) Schürfungen und Risse in den kleinen Schamlippen (lat.: labia minoris) sind nicht ungewöhnlich, auch wenn der Damm selbst nicht einreißt. Müssen diese Wunden genäht werden, empfinden dies Patientinnen oft unangenehmer als die Naht nach einem vorsorglich vorgenommenen Dammschnitt in der Mittellinie (mediane Episiotomie).

Schürfungen am Scheideneingang
sind mit eine der häufigsten, wenn auch medizinisch meist harmlosen, Verletzungen bei einer vaginalen Entbindung. Durch die extreme Dehnung des Vaginalausganges (Damm) beim Durchtritt des Kindes kann es zu diesen kleineren Verletzungen kommen. Sie heilen komplikationslos aus, sind aber in den ersten Tagen nach der Entbindung oft Ursache für ein Brennen beim Wasserlassen.